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Über Kardinal Graf von Galen

Graf Clemens August Kardingal Graf von Galen - »Nicht Menschenlob - Nicht Menschenfurcht«

Bild von Kardinal Graf von Galen

Graf Clemens August von Galen stammte aus eine tief religiösen Elternhaus. Nach seinem Studium war er zuerst als Kaplan im Bistum Münster, dann als Pfarrer in Berlin tätig. Asu seiner patriachalischen Grundeinstellung heraus lehnte er Bestrebungen kirchlicher wie politischer Reformen ab. Er verfocht de Dolchstoßlegende und kritisierte die Weimarer Verfassung, die Politik des Zentrums sowie liberale und sozialistische Tendezen.

Als Pfarrer nach Münster zurückgekehrt, wurde von Galen, als nationalbewusst geltend, mit Zustimmung der Regierung zum Bischof gewählt. Am 19. Oktober 1933 ging er nach Berlin, um den vorgeschriebenen Eid auf die Treue zum Deutschen Reich und zum Land Preußen zu leisten. Da im Ministerium weder Kreuz noch Bibel vorhanden waren, ohne die der Bischof jedoch keinen Eid ablegen wollte, zog er zu Görings Entsetzen seine eigene Bibel aus der Tasche und legte den Eid ab.

Zum ersten Mal hatte er seinen Wahlspruch »Nicht Menschenlob - Nicht Menschenfurcht« bestätigt. Im Sommer 1941 prangerte er in einer Sonntagspredigt die Verbrechen und Rechtsbrüche der Staats- und Parteiführung offen an. Besonders drei Predigten gegen die Aufhebung von Klöstern, die Vertreibung von Ordensleiten und die Tötung von Geisteskranken machten ihn international bekannt. Trotz dieses offenen Angriff gegen das NS-Regime hatte er nicht etwa Kontakte zu Widerstandskämpfern; ihm ging es nicht um einen Staatstreich, sondern um die uneingeschränkte Verkündigung der christlichen Lehre.

Kardinal Graf von Galens Wappen

Kardinal Graf von Galens
Wappen

Schon am 22. Februar 1936 verfügte er konkrete Maßnahmen für den Fall seiner Festnahme. Doch die NAzis trauten sich nicht an ihn heran, weil er zu bekannt war. 1945 für seine mutige Haltung zum Kardinal erhoben, bereitete ihm die Stadt Münster im März 1946 einen triumphalen Empfang; wenige Tage später starb er und wurde im Dom in der Diudger-Kapelle beigesetzt.

Mehr zu Kardinal Graf von Galen im entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Letzte Bearbeitung: 27.04.2009 um 15:52 | Impressum | Alle Rechte vorbehalten