Versuch eines Archivs für den DPSG-Bezirk Karlsruhe-Murgtal

Herzlich willkommen im Bezirk Karlsruhe.
Seit mehreren Jahren versuche ich nun schon, ein Bezirksarchiv aufzubauen. Die Idee zu diesem Archiv kam mir, als mir der Nachlaß des ehemaligen Durlacher Stammesfeldmeisters Peter Perlick in die Hände fiel. Ich will damit verhindern, daß Dinge im Müll landen, die eben nur für Pfadfinder interessant sind, v. a. Informationen über ehemalige Stämme in Karlsruhe. Allerdings bin ich hierbei auf die Unterstützung von Ehemaligen und auch der Stämme angewiesen! Und v. a. von seiten der Stämme ist das Interesse im Moment noch mehr als mager.


Folgende Dokumente sind im Archiv vorhanden: Bestandsliste Stand 17.03.2007



Die Anfänge nach dem Krieg

Die weitere Entwicklung

Die aktuelle Situation




Die Anfänge nach dem Krieg

Bereits vor dem 2. Weltkrieg gab es in Karlsruhe Georgspfadfinder, nämlich in der Pfarrei St. Bernhard in der Oststadt. Im Jahr 1949 gab es die ersten Aktivitäten, um die DPSG in Karlsruhe wiederzubegründen. Federführend dabei waren Sepp Klumpp (St. Stefan), Robert Albiez (St. Elisabeth, erster Gaufeldmeister) und Konrad Jörger (Durlach). Der Anfang wurde dadurch erschwert, dass es auf Dekanatsebene Bestrebungen gab, die Strukturen der Verbotszeit in Form einer einheitliche Pfarrjugend fortzuführen. Im Sommer 1949 fand dann das erste (noch inoffizielle) Sommerlager mit ca. 50 Jungen in Lautenbach statt, von dem die nachfolgenden Bilder künden:


Als Banner waren das Christusbanner der Pfarrei St. Stefan und ein weiteres Banner (vielleicht das Banner des Stammes St. Bernhard aus den 30er Jahren?!) dabei, man war ja noch nicht Mitglied in der DPSG. Die Zelte waren von den Amerikanischen Truppen organisiert. Ein solches Zelt ist im Stamm von Galen immer noch vorhanden!

Trotz der Schwierigkeiten der Zeit und immer wieder vorkommenden Anfeindungen aus der Bevölkerung, wie z. B. die Bezeichnung "Adenauer-SS" auf der Maiwanderung 1950, nahm die Neugründung der DPSG in Karlsruhe Gestalt an. Die ersten Stämme in Karlsruhe waren Domsavio ("Zentralstamm" in St. Stefan mit verschiedenen "Außengruppen", z. B. in St. Elisabeth) und Okinawa (Durlach).

1951 nahm der Gau Karlsruhe am Landeslager in Herrenwies teil. Da der Gau noch nicht lange Bestand hatte, waren unter den Karlsruhern natürlich eine ganze Anzahl "ungeprüfter" Leute, was für einigen Ärger mit der Landesführung sorgte. Hier der Karlsruher Lagerbereich:

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Die weitere Entwicklung

Bis 1960 wurden weitere Stämme in der Oststadt (St. Bernhard), in Bulach, in der Nordweststadt (St. Konrad), in Baden-Baden und in Kuppenheim gegründet. Es gab wohl noch mehr Stammesgründungen, aber da liegen mir keine Informationen vor. In der Mitte der 60er Jahre kam es zu einer Krise der DPSG in Karlsruhe, die nur die Stämme in der Nordweststadt (Stamm von Galen), in Kuppenheim (Stamm St. Sebastian), im Dammerstock (Stamm Hermann Flade) und Baden-Baden (Stamm Hohenbaden) überlebten. Zumindest ist mir von weiteren Stämmen in der Zeit zwischen 1965 und 1970 nichts bekannt.

In den 70er Jahren schlug der Aufwind, der in der DPSG herrschte, auch in Karlsruhe zu und es kam zu mehreren Neugründungen, u. a. in Blankenloch, in Daxlanden und in Neureut. Nicht alle Siedlungen waren allerdings erfolgreich: so wurde die Siedlung Pfaffenroth (Stamm von Galen) im Albtal nach mehreren Jahren wieder aufgelöst. Die letzte erfolgreiche Neugründung war 1989 der Stamm Don Bosco in der Waldstadt (Siedlung des Stamms von Galen).


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Die aktuelle Situation

Momentan besteht der Bezirk Karlsruhe-Murgtal aus folgenden Stämmen:

- St. Sebastian (Kuppenheim)
- Hohenbaden (Baden-Baden)
- St. Laurentius (Bad Rotenfels)
- Antoine de Saint Exupéry (Neureut)
- von Galen (Nordweststadt)
- Guy de Larigaudie (Daxlanden)

Der Stamm Don Bosco (KA-Waldstadt) hat sich zum 31.12.2006 endgültig aufgelöst.


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